Bürgerverein Altenburg-Altstadt e.V.
 

Altstadtverein warnt vor Aktionismus


10.02.2016

Der Bürgerverein Altenburg-Altstadt begrüßt die neu entfachte Debatte über die Belebung der Altenburger Innenstadt. „Diese Diskussion war lange überfällig“, sagte der Vereinsvorsitzende Johannes Frackowiak, „es ist nur schade, dass sie erst jetzt im Kontext von massivem Ladensterben im Bereich Markt und Sporenstraße geführt wird“. Die Initiativen des Oberbürgermeisters für mehr Parkplätze im Innenstadtbereich sowie die Einführung einer sogenannten „Brötchentaste“ sehen die Vereinsmitglieder uneingeschränkt positiv. Die Brötchentaste hatte der Altstadtverein bereits vor einiger Zeit in der Presse befürwortet (OVZ vom 8.5.2015). Laut Aussage des Vorsitzenden stellen sich Fragen vor allem bei den angedachten Änderungen der Verkehrsführung im Marktbereich. Warum reichen die bereits vorhandenen Möglichkeiten der Befahrung des Marktbereichs nicht aus, um eine größere Zahl von Parkplätzen anzufahren? Was soll mit der Freigabe von Weibermarkt und/oder Sporenstraße konkret erreicht werden? „Was wir wieder einmal schmerzlich vermissen, ist ein Verkehrskonzept für die Innenstadt“, so Frackowiak. Kritisch sieht der Verein vor allem die geplante Aufhebung von Verkehrsberuhigten Zonen, in denen Schrittgeschwindigkeit gilt. Insbesondere die Auswirkungen auf die Aufenthaltsqualität auf dem Markt und den umliegenden Plätzen und die Fußgängersicherheit müssten in diesem Zusammenhang genauer geprüft werden. „Eine Beschlussfassung durch den Stadtrat zur Verkleinerung der Fußgängerzone noch im Februar sieht für uns wie bloßer Aktionismus aus“, so abschließend der Vorsitzende des Altstadtvereins.

Pressemitteilung Bürgerverein Altenburg-Altstadt e.V.